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  • Sandra

Der Schopftintling – Coprinus comatus

Aktualisiert: 29. Dez. 2022

Coprinus – der Diabetes-Pilz, für eine gesunde Verdauung und zum Abnehmen


Der Schopftintling wird auch Spargelpilz genannt, da er einen spargelähnlichen Geschmack aufweist. Weitere Namen für diesen Vitalpilz sind Tintenpilz, Tintenschopfling, Porzellantintling, Eiertintling, Sasakure Hitoyotake (jap.), JiTui Mo (chin.), Mao Tou Gui San (chin.).


Biologie und natürliches Vorkommen des Schopftintlings

Der Coprinus gehört zu den Champignonartigen, bzw. zur Gattung der Tintlingsverwandten Coprinaceae und wächst in der ganzen nördlichen Hemisphäre auf lichten Flächen, Weiden, Wiesen und sogar in Gärten und neben Wegen. Er ist auch in der deutschen Naturheilkunde bekannt.

Der Pilz liebt stickstoffhaltige, lehmige Böden und zeigt seine Fruchtkörper von Spätsommer bis Herbst. Als Besonderheit verbreitet er seine Sporen unterirdisch und nicht über die Luft (1). Der Pilz ist nematophag, d. h. er kann kleine Fadenwürmer, die Nematoden, mit seinem Pilzgeflecht fangen, zersetzen und verstoffwechseln.

Sein hervorragender Geschmack und seine wohltuenden Inhaltststoffe prädestinieren den Spargelpilz eigentlich auch für die menschliche Küche; seine schnelle Vergänglichkeit verhindert aber den Vertrieb und Verkauf im üblichen Sinne.


Aussehen und Größe

Der Pilz ist an seinen säulenförmigen, hellen, weißlichen Fruchtkörpern zu erkennen, die von feinen, länglichen Schuppen mit bräunlichen Rändern bedeckt sind. Sie sind sehr kurzlebig, denn schon bald nach ihrem Erscheinen beginnt ein Auflösungsprozess, bei dem sich der zarte Hut von unten nach oben mit der Absonderung von schwärzlicher Flüssigkeit ("Tinte", "Tintling") verkürzt und auflöst. Der Hut verfärbt sich dann rosarot, bis schließlich nur noch eine schwarze Masse vorhanden ist.


Inhaltsstoffe des Schopftintlings

Der Coprinus ist besonders eiweißreich und bietet insgesamt 20 Aminosäuren. Zudem enthält er auffällig viel Vitamin C und wichtige organische Verbindungen.

Organische Verbindungen

Eiweiß, Comatin, Polysaccharide, Ergothionein (schwefelhaltige Aminosäure), Vanadium

Mineralstoffe

Eisen, Zink und Mangan

Vitamine

Vitamin C, B1, B2 und B3


Hauptanwendungsgebiete des Coprinus in der Tiermedizin

  • Diabetesbehandlung

  • Regeneration der Bauchspeicheldrüse

  • Behandlung von Fettstoffwechselstörungen

  • Verstopfung

  • Ungleichgewichte der Darmflora

  • Förderung der Verdauung durch Befeuchtung der Schleimhäute

  • Bekämpfung von Bakterien und Pilzen im Verdauungssystem (Staphylococcus aureus, Candida albicans und E. coli)

  • Schutz und Regulation der Bauchspeicheldrüse, zur Regeneration des Organs

  • Behandlung von Diabetes, blutzuckerregulierend durch das enthaltende Vanadium, schützt die Langerhans´schen Inseln der Bauchspeicheldrüse bei Diabetes Typ II

  • Behandlung von hormonabhängigen Krebsarten (sowohl östrogen- als auch antiandrogenabhängig)(2)

  • Nach Giardien-Infektionen


Diabetes ist bei Hunden jedoch relativ selten, da sie gesättigte Fette gut verstoffwechseln können. Dennoch kann der Coprinus das Pankreas und die Leber durch seine schützenden und pflegenden Eigenschaften in ihren Funktionen und während der Regeneration durchaus gut unterstützen (insbesondere auch nach einer erfolgten Giardien-Infektion).


Er wirkt befeuchtend auf die Schleimhäute des Verdauungstraktes und kann somit bei Verstopfung eingesetzt werden. Indem er negativ auf Pilze und Bakterien einwirkt, fördert er die gesunde Darmflora durch Polysaccharide, Beta-Glucane und den Ballaststoff Chitin.



Heilwirkung des Schoptintlings

Aufgrund der genannten Inhaltsstoffe ist der Schopftintling perfekt zur Behandlung des Pankreas und hier insbesondere bei Diabetes ein exzellenter Vitalpilz.


anti-diabetisch

… durch den Inhaltsstoff Comatin (erschwert die gefährliche Glycolysierung, d.h. die Verzuckerung von Eiweißstrukturen, die stark schädigend auf den Körper wirkt)

anti-entzündlich

stark antioxidativ

antifungeral und antibakteriell

antitumoral

wirkt gegen Leberverfettung

Krebsbehandlung mit Coprinus

  • Behandlung von hormonabhängigen Krebsarten (sowohl östrogenabhängig als auch antiandrogen)

  • Behandlung bösartiger Tumore des Binde- und Stützgewebes, Sarkom-Behandlung (Liposarkom, Angiosarkom), Mammatumore, Karzinome, Krebs der Prostata, Analdrüsen und -beutel (3)

  • Reduziert das Übergewicht, welches als krebsauslösend gilt


Kombination mit anderen Vitalpilzen

Der Coprinus comatus kann gut in Kombination mit anderen Heilpilzen verabreicht werden. Folgende Kombinationen werden erfolgreich angewendet:

Coprinus + Auricularia

bei Entzündungen der Haut und bei hartnäckigen Verstopfungen

Coprinus + Maitake

bei Durchfällen

Coprinus + Hericium + Reishi

bei Leaky gut und Darmentzündungen

Coprinus + Hericium + Auricularia

bei Nervenschädigungen


Pulver oder Extrakt des Schopftintlings für Hunde?

In der Literatur(4) finden sich folgenden Anwendungsempfehlungen:

  • Pilzpulver + Extrakt zur Behandlung von mikrobiellen Infektionen

  • Pilzpulver + Extrakt zur Behandlung von Darmflorastörungen

  • Pilzpulver + Extrakt zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

  • Pilzpulver + Extrakt zur Behandlung entzündeten Analdrüsen

  • Pilz-Extrakt bei Darmentzündungen und zur Krebstherapie


Einschränkungen und Nebenwirkungen

Bei gleichzeitiger Gabe von Enzympräparaten zur Unterstützung der Pankreasfunktion ist ein zeitlicher Abstand von 2 Stunden zwischen der Gabe einzuhalten!

Sonstige Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.



Quellen:

(1) Federation of Nutritional Mushroom Distributors: https://www.fnmd.org/de/nahrungspilze/kurzportraits/coprinus-comatus, abgerufen am 30.03.2022

(2) Philip Rebensburg, Dr. med. Andreas Kappl: Gesund mit Heilpilzen, Immunsystem stärken, Krankheiten heilen und Beschwerden lindern, 2. Auflage 2021, S. 119

(3) Wanda May Pulfer: Mykotherapie für Tiere, Vitalpilze: Heilkraft, Wirkung und Anwendung,

2. Auflage 2019, S. 57, 58

(4) Wanda May Pulfer: Mykotherapie für Tiere, Vitalpilze: Heilkraft, Wirkung und Anwendung,

2. Auflage 2019, S. 163–169

(5) https://www.mykotroph.de/coprinus-comatus/ abgerufen am 06.04.2022

Anwendungsgebiete: Mycovet, Schulung für Veterinärmediziner, Tierheilpraktiker/Therapeuten und Therapeutenanwender

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