top of page

Ernährungsberatung für Hunde: Was bedeutet eigentlich „bedarfsgerechtes Futter“?

  • Sandra
  • 31. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Wenn dein Hund gesundheitliche Baustellen hat oder du einfach sicher sein möchtest, dass er wirklich gut versorgt ist, stolperst du schnell über Begriffe wie „ausgewogen“ oder „bedarfsgerecht“, wenn es um sein tägliches Futter geht. Aber was heißt das ganz konkret – und welche Rolle spielt dabei eine fachlich fundierte Ernährungsberatung für Hunde?


In diesem Beitrag bekommst du einen Überblick, worauf es bei der Futterwahl wirklich ankommt, wie der Nährstoffbedarf deines Hundes ermittelt wird und warum sich wissenschaftliche Berechnungen und alltagstaugliche Futterpläne sehr gut verbinden lassen.


Die Wahl des richtigen Futters: mehr als nur „gutes Bauchgefühl“

Gesundes Futter ist der Schlüssel zu einem langen, möglichst beschwerdefreien Hundeleben. Gleichzeitig ist die Auswahl an Futtermitteln riesig – und die Versprechen sind es auch. Für dich als Hundehalter:in wird es dadurch oft schwer, zu erkennen, was dein Hund wirklich braucht.

Grundsätzlich sollte eine Ration:

  • ausgewogen sein – also alle wichtigen Nährstoffe in einem passenden Verhältnis enthalten

  • bedarfsgerecht sein – also zu Alter, Größe, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand deines Hundes passen


Zu den grundlegenden Bausteinen einer Futterration gehören unter anderem:

  • Proteine (Eiweiß)

  • Fette und Öle

  • Kohlenhydrate

  • Vitamine

  • Mineralstoffe und Spurenelemente

  • weitere Vitalstoffe, zum Beispiel sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe

Diese Komponenten müssen nicht nur „irgendwie vorhanden“ sein, sondern in einer Menge und Kombination, die den Organismus deines Hundes wirklich sinnvoll versorgt. Ein junger, sehr aktiver Hund hat andere Anforderungen als ein älterer Hund mit beispielsweise einer Nierenerkrankung. Genau hier setzt eine individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.


Ein Hund steckt seinen Kopf in seinen Napf

Bedarfsgerechte Fütterung: der Nährstoffbedarf deines Hundes

Im Rahmen einer Ernährungsberatung für Hunde wird der Nährstoffbedarf deines Hundes nicht „nach Gefühl“, sondern auf Basis anerkannter Richtwerte berechnet und überprüft.

Ich orientiere mich dabei unter anderem an:

  • den Richtlinien des NRC (National Research Council)

  • und der FEDIAF (europäischer Verband der Heimtierfuttermittelindustrie)

Diese Richtwerte geben an, wie viel dein Hund von bestimmten Nährstoffen mindestens benötigt und ab welcher Menge es kritisch werden kann. Auf dieser Basis lassen sich sowohl bestehende als auch neu erstellte Futterpläne fachlich beurteilen.

Ein paar wichtige Punkte dazu:

  • Natürliche Futterkomponenten (Fleisch, Innereien, Gemüse, Öle, Kohlenhydratquellen usw.) liefern in der richtigen Kombination alle lebenswichtigen Bestandteile einer Hundemahlzeit.

  • Entscheidend ist, wie diese Komponenten zusammengestellt werden: Welche Mengen? Welche Teile vom Tier? Welche Ergänzungen sind sinnvoll?

  • Bei selbst zusammengestellten Rationen nutze ich tierärztlich entwickelte Softwareprogramme, um mögliche Nährstoffdefizite oder Überversorgungen sichtbar zu machen. So wird aus einer „guten Idee“ ein fachlich überprüfter Futterplan.

Barf-Rationen werden dabei etwas anders bewertet: Hier wird häufig von einer höheren Nährstoffverfügbarkeit durch rohe Komponenten ausgegangen. Dennoch ist es auch bei Barf sinnvoll, die Ration mindestens einmal auf Nährstoffdeckung überprüfen zu lassen – gerade bei kranken oder sehr sensiblen Hunden.


Wann eine ernährungsmedizinische Überprüfung besonders wichtig ist

Eine genauere Nährstoffüberprüfung ist vor allem dann empfehlenswert, wenn:

  • dein Hund chronische Erkrankungen hat (z. B. Niere, Leber, Pankreas)

  • immer wieder Magen-Darm-Probleme auftreten

  • du das Futter selbst zusammenstellst (gekocht, Barf oder Mischformen)

  • du eine vegetarische, vegane oder sehr spezielle Fütterung planst

  • bereits Blutwerte auffällig waren und du sicher sein möchtest, dass die Fütterung dazu passt

In der Ernährungsberatung für Hunde schauen wir uns in solchen Fällen nicht nur die Oberflächenstruktur des Futters (Fleisch ja/nein, Trockenfutter/nass/selbst gekocht) an, sondern die tatsächliche Nährstoffversorgung – immer mit Blick auf das Therapieziel und die Darmgesundheit deines Hundes.


Wissenschaft trifft Alltag: Futterpläne, die wirklich umsetzbar sind

Vielleicht klingt das alles erst einmal nach viel Theorie. In der Praxis geht es aber nicht darum, dich mit Zahlen zu überfordern. Es geht darum, dir Orientierung zu geben und das Füttern wieder leichter zu machen.

Darauf lege ich besonderen Wert:

  • Verständliche Futterpläne: Ein guter Plan ist klar strukturiert. Du siehst auf einen Blick, welche Komponenten in welchen Mengen gefüttert werden und wie du sie praktisch vorbereiten kannst.

  • Alltagstauglichkeit: Ein Plan hilft nur, wenn er in dein Leben passt. Gemeinsam schauen wir, wie sich die Empfehlungen mit deiner Zeit, deinem Budget und deinen Möglichkeiten vereinbaren lassen.

  • Freude beim Füttern: Trotz aller Berechnungen soll das Füttern deines Hundes (wieder) etwas Schönes sein. Du sollst das Gefühl haben: „Ich weiß, was ich tue – und warum es meinem Hund guttut.“

  • Transparente Ergänzungen: Futterergänzungen und Supplements setze ich gezielt ein – etwa zum Schleimhautschutz, zur Unterstützung des Darmmikrobioms oder zur Deckung einzelner Nährstoffe. Immer mit dem Ziel, deinen Hund sinnvoll zu unterstützen, nicht um möglichst viel zu empfehlen.


Fazit: Was dir eine fundierte Ernährungsberatung für Hunde bringen kann

Eine gute Ernährungsberatung für Hunde nimmt dir nicht die Verantwortung ab – sie macht dich handlungsfähig. Wenn du verstehst,

  • wie der Nährstoffbedarf deines Hundes aussieht,

  • wie seine aktuelle Ration dazu passt (oder eben nicht),

  • und welche Anpassungen sinnvoll sind,

kannst du Fütterungsentscheidungen mit deutlich mehr Sicherheit treffen.

Gerade bei Hunden mit Magen-Darm-Problemen, chronischen Erkrankungen oder besonderen Fütterungswünschen (z. B. vegetarisch oder vegan) ist es entlastend, einen strukturierten, überprüften Futterplan an der Hand zu haben – und jemanden, der deine Fragen ernst nimmt und dir die Zusammenhänge in Ruhe erklärt.

Wenn du das Gefühl hast, dass eine individuelle Ernährungsberatung für deinen Hund hilfreich sein könnte, kann der nächste Schritt sein, dir einmal in Ruhe anzuschauen, welche Informationen zu deinem Tier schon vorliegen (Diagnosen, Blutwerte, bisherige Fütterung) und welche Fragen du konkret klären möchtest. Genau dort können wir ansetzen.

Was kostet eine Ernährungsberatung für Ihren Hund bei napfnatura?

Hier habe ich alle Preise für meine Beratungsleistungen aufgeführt. Bei Fragen hierzu bin ich gerne für Dich da!




Kommentare


bottom of page